Ein artesischer Brunnen ist eine Stelle, an der Grundwasser aus dem Boden austritt. Solche Quellen entstehen in wasserführenden Gesteinsschichten, wenn das Grundwasser zwischen zwei nahezu wasserundurchlässigen Gesteinskörpern eingeschlossen wird. Der dadurch entstehende Druck presst das Wasser nach oben, sodass es entweder auf natürliche Weise oder durch ein künstlich geschaffenes Bohrloch aus dem Boden austritt.
Der hinterste der Brandaus Teiche. Dieser ehemalige Fischteich wird von einem kleinen Bach gespeist und wurde 2019/2020 von dem NABU wieder in seinen natürlichen Zustand überführt. Eine grüne Schicht aus kleinen Wasserlinsen bedeckt seine Oberfläche, und unter der Oberfläche tummeln sich Fische. Umgeben von Brombeeren und Schwarzholunder ist er vom nebenliegenden Waldweg aus fast unsichtbar.
Der vorderste der Brandaus Teiche. Um 2020 herum wurde er als Teil der 3.300 m² umfassenden Fläche von Mitgliedern des NABU von anthropogenen Einflüssen befreit. Die ehemaligen Fischteichanlagen sind nun sich selbst überlassen, wodurch ein diverses Ökosystem entstanden ist. Kleine Wasserlinsen, Ebereschen und Schilf sind nur ein kleiner Ausschnitt der dortigen Flora.
Charlotte und Lara bei der Wasserprobenanalyse. Der Wasserkoffer ermöglicht es ihnen, das den Teichen entnommene Wasser professionell zu untersuchen und eventuelle Verunreinigungen festzustellen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, notwendige Maßnahmen zu entwickeln.
pH
6,5
Ammonium
< 0,05 mg/l
Sauerstoff
10 mg/l
Phosphat
< 0,02 mg/l
Eisen
0 mg/l
Nitrat
1 mg/l
Der NABU widmete sich im Winter 2019/2020 der Aufgabe, die Brandaus Teiche instand zu setzen. Diese ehemalige private Fischteichanlage befand sich in einem ökologisch schlechten Zustand, und es wurde viel unternommen: Zunächst wurde der Zaun freigeschnitten, kleine Bäume und Gehölze mussten gefällt und umgefallene Bäume entfernt werden. Schließlich konnten die anthropogenen Elemente beseitigt werden: der Drahtzaun, eine Gartenhütte, ein Unterstand und eine Vogelhütte. Zudem wurden die Teiche von Betonelementen befreit. Durch den gekappten Zulauf vom Hohenbach sorgt das Grundwasser für eine temporäre Wasserführung. Die wechselfeuchten Teiche sollen sich selbst überlassen eine Sumpfgemeinschaft ausbilden und als potenzielles Kammmolchhabitat dienen.
Unser Projekt des Seminarfachs „Gewässer und ihre Renaturierung“ hat zum Ziel, über die „Brandaus Teiche“ zu informieren und Aufmerksamkeit auf die wertvolle Arbeit des NABU zu lenken. Nicht nur die großen Veränderungen sorgen für eine bessere Welt. Hier bei Emmerthal wurden anthropogene Eingriffe rückgängig gemacht und das natürliche Ökosystem wiederhergestellt.
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Unser Projekt des Seminarfachs „Gewässer und ihre Renaturierung“ hat zum Ziel, über die „Brandaus Teiche“ zu informieren und Aufmerksamkeit auf die wertvolle Arbeit des NABU zu lenken. Nicht nur die großen Veränderungen sorgen für eine bessere Welt. Hier bei Emmerthal wurden anthropogene Eingriffe rückgängig gemacht und das natürliche Ökosystem wiederhergestellt.